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Times Art Center Berlin: Ausstellungsprogramm 2022

08. Dez. 2022

Wong Ping: Earwax (Ohrenschmalz)

4. März bis 26. Juni 2022

Kuratiert von Hou Hanru

Wong Ping, Crumbling Earwax, 2022. Image courtesy of the artist.

Wong Ping ist einer der exzentrischsten Künstler unserer Zeit… Was wahrscheinlich daran liegt, dass er in einer überaus exzentrischen Stadt namens Hongkong aufgewachsen ist, gefangen in einer noch exzentrischeren Zeit, die als postkolonial-neokoloniale Übergangsperiode bezeichnet wird. Und nun kommen wir nicht umhin, uns mit einem noch weitaus exzentrischeren „neuen Zeitalter“ auseinanderzusetzen, das seltsamerweise als „Covid und post/neo-Covid“ bezeichnet wird und die Welt insgesamt in einen exzentrischen Ort verwandelt. Es ließe sich auch als innovative Ökologie des Lebens bezeichnen.

Aus Hongkong grüßt uns Ping, ziemlich intim, über den geheimen Kanal – seine Ohren sind jetzt mit unseren verbunden. Gibt es in diesem „pandemischen neuen Zeitalter“ auf der anderen Seite der Welt eine Öffnung nach draußen, die an die frische Luft führt? 

Wir verlieben uns in Ping … Es wird Zeit, wieder einmal El amor en los tiempos del cólera (Gabriel Garcia Márquez) zu lesen.


Times Art Center Berlin: Sommerprogramm 2022

Juli 2022

Das Times Art Center Berlin wird im Juli ein spannendes Sommerprogramm mit internationalen Partnern veranstalten. Weitere Informationen werden in Kürze bekannt gegeben.


Three Contested Sites—The Worldly Fables of the Long 1990s

September bis Dezember 2022

Kuratiert von Nikita Yingqian Cai und Mia Yu

Huang Yongping’s work on China Avant-garde, Haus der Kulturen der Welt, 1993.

Das Langzeitprojekt Contested Sites and Worldly Fables (Umstrittene Orte und weltliche Fabeln) versucht, die langen 1990er Jahre im Blick auf die Wechselwirkungen zwischen Berlin und Beijing und zwischen Europa und Asien in der Zeit nach dem Kalten Krieg zu entschlüsseln. Zu den in den Blick genommenen Ausstellungen gehören: 1993: China Avantgarde! im Haus der Kulturen der Welt in Berlin, eine Ausstellung, die zusammen mit einer Reihe von „Offshore“-Ausstellungen, deren Fokus ausschließlich auf zeitgenössischer Kunst aus dem chinesischen Festlands lag, das Wendejahr 1993 markierte; Die Hälfte des Himmels im Frauenmuseum Bonn 1998, als Gegenbeweis zu der Ausgrenzung chinesischer Künstlerinnen in der Ausstellung China! des Kunstmuseums Bonn 1996; Cities on the Move, die emblematischen Ausstellungen, die durch verschiedene Orte in Europa, den USA und Asien (Wien, Bordeaux, New York, Humlebæk, London, Bangkok) tourten und die beschleunigten Veränderungen und den urbanen Wandel in den asiatischen Weltstädten dokumentierten. Diese Ausstellungen waren nicht nur Schlüsselereignisse in der Geschichte der chinesischen Gegenwartskunst, sondern auch transnationale Orte des Kontakts, des Konflikts und der produktiven Auseinandersetzung, an denen sich die Kraftlinien von gesellschaftlichen Prozessen, Kunstprojekten, Kulturschaffenden und Institutionen überschnitten. Sie waren die Orte, an denen weltliche Fabeln über die Kanonisierung der chinesischen Gegenwartskunst, den globalen Aufstieg des asiatischen Kunstmarkts, die dualistische Fixierung auf Ost-West-Ideologien und die mit dem neuen Jahrtausend in Erscheinung tretenden Koordinaten von Gender, Ethnizität und städtischer Identität geschaffen wurden.


Publikation: Big Tail Elephants Working Group (Arbeitstitel)

Big Tail Elephants Working Group, photograph.

Die Publikation spürt anhand von bisher unveröffentlichtem Archivmaterial und historischen Ausstellungsbildern der einzigartigen Geschichte der in Guangzhou ansässigen Gruppe Big Tail Elephants Working Group (1991-2003) nach – einer Vorreiter-Gruppe der experimentellen Kunst Ende des 20. Jahrhunderts in Guangzhou, im Perlflussdelta (PRD) und in China.