{"id":8330,"date":"2022-02-04T18:17:31","date_gmt":"2022-02-04T17:17:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.timesartcenter.org\/?p=8330"},"modified":"2022-02-04T18:17:33","modified_gmt":"2022-02-04T17:17:33","slug":"open-call-fuer-three-contested-sites","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.timesartcenter.org\/de\/2022\/02\/04\/open-call-fuer-three-contested-sites\/","title":{"rendered":"Open Call f\u00fcr &#8222;Three Contested Sites&#8220;"},"content":{"rendered":"\n<h3>Gemeinsam mit dem Guangdong Times Museum und dem Times Art Center Berlin<\/h3>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"1016\" height=\"648\" src=\"https:\/\/www.timesartcenter.org\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Picture-3.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8284\" srcset=\"https:\/\/www.timesartcenter.org\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Picture-3.jpg 1016w, https:\/\/www.timesartcenter.org\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Picture-3-300x191.jpg 300w, https:\/\/www.timesartcenter.org\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Picture-3-560x357.jpg 560w, https:\/\/www.timesartcenter.org\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Picture-3-300x191@2x.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1016px) 100vw, 1016px\" \/><figcaption>Huang Yongping\u2019s work on&nbsp;<em>China Avant-garde<\/em>, Haus der Kulturen der Welt (1993)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Das von Nikita Yingqian Cai und Mia Yu ko-kuratierte Langzeitprojekt &#8222;Three Contested Sites &#8211; The Worldly Fables of the Long 1990s&#8220; wird erstmals von September bis Dezember 2022 im Times Art Center Berlin ausgestellt werden. Um den Forschungsbedarf hier zu decken, freuen wir uns, die Ausschreibung f\u00fcr jeweils einen Ausstellungshistoriker*innen aus Thailand, Berlin, London, Hongkong und dem chinesischen Festland zur Bildung einer Forschungsgruppe bekannt zu geben.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Contested<em> <\/em>Sites and Worldly Fables&#8220; (Umstrittene Orte und weltliche Fabeln) versucht, die langen 1990er Jahre im Blick auf die Wechselwirkungen zwischen Berlin und Beijing und zwischen Europa und Asien in der Zeit nach dem Kalten Krieg zu entschl\u00fcsseln. Zu den in den Blick genommenen Ausstellungen geh\u00f6ren:&nbsp;<em>1993: China Avantgarde!<\/em>&nbsp;im Haus der Kulturen der Welt in Berlin, eine Ausstellung, die zusammen mit einer Reihe von \u201eOffshore\u201c-Ausstellungen, deren Fokus ausschlie\u00dflich auf zeitgen\u00f6ssischer Kunst aus dem chinesischen Festland&nbsp;lag, das Wendejahr 1993 markierte;&nbsp;<em>Die H\u00e4lfte des Himmels<\/em>&nbsp;im Frauenmuseum Bonn 1998, als Gegenbeweis zu der Ausgrenzung chinesischer K\u00fcnstlerinnen in der Ausstellung&nbsp;<em>China!<\/em>&nbsp;des Kunstmuseums Bonn 1996;&nbsp;<em>Cities on the Move<\/em>, die emblematischen Ausstellungen, die durch verschiedene Orte in Europa, den USA und Asien (Wien, Bordeaux, New York, Humleb\u00e6k, London, Bangkok) tourten und die beschleunigten Ver\u00e4nderungen und den urbanen Wandel in den asiatischen Weltst\u00e4dten dokumentierten. Diese Ausstellungen waren nicht nur Schl\u00fcsselereignisse in der Geschichte der chinesischen Gegenwartskunst, sondern auch transnationale Orte des Kontakts, des Konflikts und der produktiven Auseinandersetzung, an denen sich die Kraftlinien von gesellschaftlichen Prozessen, Kunstprojekten, Kulturschaffenden und Institutionen \u00fcberschnitten. Sie waren die Orte, an denen weltliche Fabeln \u00fcber die Kanonisierung der chinesischen Gegenwartskunst, den globalen Aufstieg des asiatischen Kunstmarkts, die dualistische Fixierung auf Ost-West-Ideologien und die mit dem neuen Jahrtausend in Erscheinung tretenden Koordinaten von Gender, Ethnizit\u00e4t und st\u00e4dtischer Identit\u00e4t geschaffen wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit einer Reihe eigens gef\u00fchrter Interviews, mit neu strukturierten&nbsp;Archiven sowie historischen und neuen Kunstwerken versucht \u201eContested Sites and Worldly Fables\u201c, das komplexe kulturelle Netzwerk des Austauschs zu entwirren, das zu diesen Veranstaltungen gef\u00fchrt hat. Zum einen soll aufgezeigt werden, wie Ausstellungen \u00fcber chinesische und asiatische Kunst auf die spezifischen Ver\u00e4nderungen westlicher Kunstinstitutionen nach dem Kalten Krieg und in Zeiten des globalen Wandels reagierten, zum anderen entschl\u00fcsselt werden, wie unterschiedliche nationalisierende und de-nationalisierende Rahmenbedingungen und Vorstellungswelten in kuratorische und k\u00fcnstlerische Praktiken einbezogen wurden. Zudem soll die Funktion von Wanderausstellungen als eine relationale Praxis der Weltgestaltung&nbsp;beleuchtet werden. Schlie\u00dflich d\u00fcrfte die Gesamtschau dieser Ausstellungen als Konstellation neue Perspektiven auf den Globalisierungsprozess der 1990er Jahre er\u00f6ffnen und ihn in seiner pluralen, relativen und kontingenten Form zeigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Im September 2022 werden wir im Times Art Center Berlin einen archivarischen R\u00fcckblick auf die genannten drei Ausstellungen inszenieren, kontextualisiert durch aktuelle k\u00fcnstlerische Antworten und Reflexionen. Eine Vielzahl von Institutionen, darunter das Haus der Kulturen der Welt in Berlin, das Frauenmuseum in Bonn, das Asia Art Archive in Hongkong sowie etliche engagierte Einzelpersonen, werden unsere Partner und Gespr\u00e4chspartner sein,&nbsp;und Denker und Forscher verschiedener Generationen werden eingeladen sein, die einflussreichen kulturellen Resonanzen der langen 1990er Jahre mit frischen Augen zu befragen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Erwartung an Forscher*innen<\/strong>:<\/p>\n\n\n\n<ul><li>Ein tiefes Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Geschichte der zeitgen\u00f6ssischen Kunst in China und Asien und das Wissen um Methoden f\u00fcr weitere Forschung<\/li><li>Die F\u00e4higkeit, lokale Forschungsressourcen zu erschlie\u00dfen und zu integrieren<\/li><li>Die F\u00e4higkeit, strukturelle Verbindungen zwischen der Ausstellung, transnationalen Netzwerken und dem weiteren historischen Kontext herzustellen<\/li><li>Ein flexibler Teamgeist im Zusammenhang mit der Recherche, und die Bereitschaft, mit Teamkolleg*innen zu kommunizieren und Ressourcen zu teilen<\/li><li>Es gibt keine Einschr\u00e4nkungen hinsichtlich der Nationalit\u00e4t de Bewerber*innen, sie sollten aber in der Lage sein, sowohl chinesische als auch englische Materialien lesen und entsprechend akademische Aufs\u00e4tze schreiben zu k\u00f6nnen.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das Projekt &#8222;Three Contested Sites&#8220; bietet:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul><li>Professionelle Anleitung und Fachworkshops durch das akademische Komitee des Guangdong Times Museum und f\u00fchrende internationale Forschungs- und Verlagsagenturen f\u00fcr Ausstellungsgeschichten;<\/li><li>15000 RMB (etwa 2300 USD) f\u00fcr die gesamte Projektdauer, zahlbar in zwei Raten<\/li><li>Pr\u00e4sentation des Forschungsfortschritts auf den Plattformen des Times Museums und des Times Art Centers Berlin;<\/li><li>Ver\u00f6ffentlichung der Forschungsergebnisse und Zahlung einer zus\u00e4tzlichen Beitragsgeb\u00fchr;<\/li><li>Unterst\u00fctzung bei der akademischen und Ressourcenentwicklung<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Wichtige Termine<\/strong>:<\/p>\n\n\n\n<p>Bewerbungsfrist: 15. Februar 2022<br>Interview: 20.-25. Februar 2022<br>Benachrichtigung: 28. Februar 2022<br>Projektperiode 6 Monate<br>Ausstellung: September 2022<br>Ver\u00f6ffentlichung: Nach Abstimmung und Projektentwicklung<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Bewerbung muss Folgendes beinhalten:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul><li>Anschreiben (bitte begr\u00fcnden Sie Ihr Interesse an dieser Stelle und erl\u00e4utern Sie, wie Sie auf der Grundlage Ihrer bisherigen Arbeit und\/oder Ihrer Interessen einen Beitrag zu &#8222;Three Contested Sites&#8220; leisten k\u00f6nnen und wie dies Ihrer eigenen Praxis und Entwicklung zugute kommen w\u00fcrde);<\/li><li>1-2 Ver\u00f6ffentlichungen oder fr\u00fchere Aufs\u00e4tze<\/li><li>Lebenslauf<\/li><li>Bitte senden Sie Ihre Bewerbung an <a href=\"mailto:exhibition@timesmuseum.org\">exhibition@timesmuseum.org<\/a> <\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zu den Aufgaben und der Verantwortung geh\u00f6ren (nicht ausschlie\u00dflich):<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul><li>Auf Teilzeitbasis zu ortsspezifischen Materialien und Objekten Zugang und vor Ort archivarische und forschungsbasierte Arbeit zu leisten;<\/li><li>F\u00fchren von Interviews mit relevanten Personen und Gruppen;<\/li><li>F\u00fchren der digitalen Korrespondenz und Teilen relevanter Materialien mit dem Projektteam;<\/li><li>Teilnahme an monatlichen Online-Sitzungen, um \u00fcber den Forschungsfortschritt zu berichten;<\/li><li>Identifizierung relevanter Daten, Aufzeichnungen, B\u00fccherlisten, Wissensbest\u00e4nde und Fachkenntnisse sowie zur Zusammenstellung der Literatur f\u00fcr die Ausstellung;<\/li><li>Teilnahme an den Ver\u00f6ffentlichungsaktivit\u00e4ten der Forschungsergebnisse<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Einreichung der Forschungsergebnisse:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul><li>1 Interview im Zusammenhang mit der Forschung<\/li><li>1 Forschungsbericht von mindestens 5000 W\u00f6rtern<\/li><li>1 \u00f6ffentliche Veranstaltung auf Plattformen des Times Museum oder Times Art Center Berlin (Vortrag, Workshop\u2026)<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p> Gemeinsam mit dem Guangdong Times Museum und dem Times Art Center Berlin <\/p>\n<p> Das von Nikita Yingqian Cai und Mia Yu ko-kuratierte Langzeitprojekt &#8222;Three Contested Sites &#8211; The Worldly Fables of the Long 1990s&#8220; wird erstmals von September bis Dezember 2022 im Times Art Center Berlin ausgestellt werden. 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